Der Mohr
ist eine der ältesten Gaststätten Heidelbergs.

Bereits im 15. Jahrhundert gab es
eine Gaststätte in der Unteren Straße 5.
Der Name "Mohr" bezieht sich auf einen der
"Drei Könige" die nach Geburt Christi ihre Aufwartung machten. 
Gastätten wurden im Mittelalter traditionel mit
christlichen Namen belegt  z.B. Zum Stall,  Zum Stern, Zum Engel,Zum Heiligen Krug....

Damals war er bekannt als Treffpunkt für zwielichtige Charaktere. Ende des 19. Jahrhunderts, bis 1919,
war die Räumlichkeit des heutigen Kleinen Mohrens ein Kolonialwaren und Lebensmittelgeschäft.
heidelZwischen den Kriegen war Heidelberg eine Hochburg des Nationalsozialismus.
Der Mohr allerdings war eine SPD-Kneipe, in der sich Gegner der NAZIs trafen. Nach 1933
verschwand so mancher  Stammgast des Mohrens. Opfer des NAZI-Terrors.

Nach dem 2. Weltkrieg, bis in die 60er, war der Mohr mehr oder weniger ein Bordell. Der Mohr war Treffpunkt für viele 68er und bekannt als SDS Treff. Sämtliche RAF Mitglieder, so wie Andreas Baader, gehörten unter anderen zu den Gästen.
Es wird immer noch erzählt wie damals die Polizei Tränengaskanister in den Mohr hineinwarf und die Tür von außen 20 Minuten zugehalten hat - "bis die langhaarigen Bombenleger gut durchgeräuchert waren".

Die letzte große Umgestaltung des Mohrens fand im Jahre 1970 statt.
Seit dem gehört der Mohr zu den beliebtesten Studentenkneipen Heidelbergs.